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Valerie Paradiz: Hörst du mich? Leben mit einem autistischen Kind

Geschrieben von enfant terrible   
Montag, 23 Juni 2008
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Mit diesem unglücklichen Titel erschien die deutsche Übersetzung von "Elijah's Cup. A Family Journey into the Community and Culture of High-Functioning Autism and Asperger's Syndrome". Elijas Mutter schildert in diesem Buch ihre Reise, die mit den epileptischen Anfällen ihres zweijährigen Sohnes begann. "Er lernt einfach spät sprechen", sagte die Mutter. "Starke Sprachentwicklungsverzögerungen", sagten die Ärzt_innen. "Mit Elija stimmt etwas nicht!", brüllte der Schwiegervater.
Um status epilepticus zu verhindern, bekommt Elija Phenobarbital und wird zu einem medizinischen Fall. Während die Ehe von Elijas Eltern zerbricht, tritt ein neuer Mensch in das Leben der Familie: Sharron, Künstlerin und Kinderfrau, die in einem Kleinbus auf einem Parkplatz wohnt. "Ach, Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Er ist nur autistisch" - sagt sie gleich zu Anfang über Elija. Kurze Zeit später bekommt Elija eine Autismus-Diagnose, und Sharron auch.

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Zeitalter der Barmherzigkeit

Geschrieben von enfant terrible   
Freitag, 20 Juni 2008

In Autismus-Foren und allgemein in Diskussionen rund um Behinderung spukt diese eigentümliche These, dass Autist_innen bzw. Behinderte froh und dankbar sein sollen, heute zu leben. Denn heutzutage sei man so "human", "Behinderte am Leben zu erhalten". In keinem anderen Zeitalter habe eine Gesellschaft ihre "lebensunfähigen" Mitglieder durchgefüttert. Im Gegenteil: man habe sie getötet oder sterben lassen. Zur Begründung gibt's Gemeinplätze über "das Altertum", wo angeblich schwächere Babys systematisch getötet wurden.
"Human" heißt hier so viel wie barmherzig, großzügig und duldsam, und aus "behindert" wird kurzerhand "lebensunfähig" gemacht. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Existenz Behinderter als eine schwere Last dar, die sich eine Gesellschaft ohne jeden Nutzen aufbürdet - sie duldet "sie" quasi aus reinster Barmherzigkeit und Großzügigkeit und offenbart damit ihre ethische Überlegenheit. Dieses Konstrukt basiert jedoch auf grundsätzlich falschen Annahmen:

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Normalität: mal anders herum

Geschrieben von enfant terrible   
Donnerstag, 19 Juni 2008
Nicht-autistischen Menschen wird - im Gegensatz zu autistischen - nachgesagt, dass sie sich in andere gut hineinversetzen können, dass sie wissen, was ihr Gegenüber denkt und fühlt, und ihr Verhalten entsprechend anpassen. Wenn so etwas behauptet wird, fehlt in der Regel ein Hinweis auf die Voraussetzung für dieses Verhalten: Solange das Gegenüber "normal" ist. Und wenn nicht?
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Was ist Autistic Pride?

Geschrieben von Colin   
Mittwoch, 18 Juni 2008

Du brauchst nicht zu denken, dass du defekt wärst, und genauso wenig solltest du denken, dass du anderen überlegen bist. Du bist einfach ein Mensch, wie jeder andere Mensch; und das ist an sich etwas, das dich wertvoll macht. Erlaube dir, du selbst zu sein – nicht mehr, nicht weniger.
ChaoticIdealism

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Autistic Pride Day 2008: "Respekt statt Mitleid"

Geschrieben von Autismus-Kultur   
Samstag, 14 Juni 2008

Am 18. Juni feiern Autist_innen wieder den Autistic Pride Day. Autistic Pride ist eine weltweite emanzipatorische Bewegung von Autist_innen, die sich dagegen wehren, dass Autismus als Krankheit gesehen wird. Das Motto des diesjährigen Autistic Pride Days lautet Respekt statt Mitleid.

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