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Geschrieben von enfant terrible und Colin
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Donnerstag, 13 März 2008 |
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In diesem Teil unserer Aspies e.V. Memoiren berichten wir von unserer Teilnahme an dem Fachgespräch Delfintherapie der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, genauer gesagt darüber, was bei Aspies e.V. diesbezüglich im Hintergrund geschah. Es ist einem Zufall zu verdanken, dass wir überhaupt erfuhren, dass Aspies e.V. dort eingeladen war, aber die Geschehnisse, die uns bei der Vorbereitung darauf hinderten, sind sicherlich nicht mit Zufall zu erklären. |
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Geschrieben von enfant terrible und Colin
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Mittwoch, 12 März 2008 |
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Wir waren beide längere Zeit bei Aspies e.V. aktiv, sahen uns aber schließlich gezwungen, uns von diesem Verein zu distanzieren. Über einige unserer Erlebnisse in und mit diesem Verein berichten wir in den folgenden Artikeln. Es ist dabei nicht unsere Absicht, Einzelpersonen anzugreifen, sondern vielmehr Kritik zu üben an Vorgehensweisen und Praktiken, die bei Aspies e.V. üblich waren bzw. sind und die aus unserer Sicht regelmäßig zu Ausgrenzungen führen, Meinungsvielfalt einschränken und schließlich die Handlungsfähigkeit des gesamten Vereins beeinträchtigen. Auch wenn diese Auseinandersetzungen für Außenstehende trivial erscheinen mögen, haben sie uns durch ihr Ausmaß und ihre Systematik jegliche Arbeit im Verein verunmöglicht.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine offene Auseinandersetzung innerhalb des Vereins unmöglich ist. Darüber zu schweigen ist ebenso unmöglich angesichts des Anspruchs dieser Aspie-Gruppierung, die Alleinvertretung autistischer Menschen zu sein. Man kann nicht Interessen von Menschen vertreten, ohne diese Menschen und ihre Anliegen ernst zu nehmen und zu respektieren. Wir haben deswegen diesen Weg gewählt, die Vorgänge im Verein transparent zu machen. |
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Geschrieben von enfant terrible und Colin
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Samstag, 23 Februar 2008 |
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Kaum begegnet man Autist_innen ohne Mobbing-Erfahrung, fast in jeder autistischen Biografie trifft man auf dieses düstere Kapitel. „Autistische Kinder werden sehr oft gehänselt, so sehr sogar, dass das Gehänselt- oder Gemobbtwerden zum Merkmal des Phänotyps erhoben wurde” - schreibt Professor Morton Ann Gernsbacher in „Reziprokes Verhalten”. Natürlich werden nicht nur Autist_innen gemobbt, aber sie erhalten im Gegensatz zu nicht autistischen Personen weniger Unterstützung während und nach dieser traumatischen Erfahrung. |
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Geschrieben von Prof. Morton Ann Gernsbacher
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Dienstag, 12 Februar 2008 |
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Dass Autismus sich durch fehlende soziale oder emotionale Reziprozität auszeichne, ist eine geläufige Annahme. In diesem Artikel hinterfrage ich diese Annahme und zeige, wie viele Fachkräfte – Forscher_innen und Kliniker_innen – und gleichermaßen viele Eltern die wahre Bedeutung von Reziprozität verfehlen. Reziprozität ist eine Beziehung der gegenseitigen Abhängigkeit oder Handlung oder Beeinflussung oder ein Tausch-Modus, bei dem Transaktionen zwischen symmetrisch stehenden Individuen stattfinden . Die Annahmen der Kliniker_innen und Forscher_innen deuten darauf hin, dass ihnen die gegenseitige und symmetrische Eigenschaft der Reziprozität entgangen ist: Reziprozität ist keine Einbahnstraße. Ich diskutiere Forschungsergebnisse, um aufzuzeigen, dass autistische Kinder zugänglicher werden, wenn Fachkräfte, Gleichaltrige und Eltern beigebracht bekommen, reziprok zu agieren. In einer randomisierten klinischen Studie erhielten Eltern ein „Training der Reziprozität“, und die Folge war, dass sich die Sprache ihrer autistischen Kinder rasch entwickelte und ihr soziales Engagement merklich zunahm. Es folgen weitere Belege, wie Eltern und Fachkräfte ihr reziprokes Verhalten verbessern können. |
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Geschrieben von Morton Ann Gernsbacher, Ph.D.
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Freitag, 01 Februar 2008 |
Gibt es eine frühe Verhaltensmodifikationstherapie für Autismus, die "wissenschaftlich nachgewiesen" ist?
Im Zusammenhang mit dem Autismus-Spektrum begegnet uns das Attribut "wissenschaftlich nachgewiesen" mit besonderer Häufigkeit in Bezug auf die Ergebnisse der frühen Verhaltensmodifikationstherapie, insbesondere einer bestimmten Art der frühen Verhaltensmodifikationstherapie. In diesem kurzen Artikel werden diese Behauptungen evaluiert. Bedenken hinsichtlich der Methoden der ursprünglichen Lovaas-Studie (1987), die andere Forscher_innen aufkommen ließen, werden kurz zusammengefasst. Insbesondere wurden wiederholt Bedenken geäußert, weil eine randomisierte Zuteilung der Teilnehmenden zur Experimental- bzw. zur Kontrollgruppe nicht stattfand. Es wird eine neuere Studie (Smith, Groen & Wynn 2000) besprochen, bei der die notwendige zufällige Zuweisung der Teilnehmenden zur Experimental- bzw. zur Kontrollgruppe gemacht und mehrere Messungen der Ergebnisse ausgewertet wurden. Die Ergebnisse der genannten Studie mit randomisierter Zuteilung stellen sich weniger umwerfend dar als die Ergebnisse der ursprünglichen Lovaas-Studie (1987).
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