Am 18. Juni feiern wir wieder den Autistic Pride Day. Wir haben uns auf ein Motto geeinigt: “Autismus neu denken” (“Rethinking Autism”). Wir veranstalten anlässlich des Autistic Pride Days einen Schreibwettbewerb zu diesem Motto. (more…)
Autistic Pride
“Autismus neu denken”: Autistic Pride Day 2011
09. 06. 2011 | Autismus-Kultur
Was ist Autistic Pride?
18. 06. 2008 | Colin Müller, M.A.
Du brauchst nicht zu denken, dass du defekt wärst, und genauso wenig solltest du denken, dass du anderen überlegen bist. Du bist einfach ein Mensch, wie jeder andere Mensch; und das ist an sich etwas, das dich wertvoll macht. Erlaube dir, du selbst zu sein – nicht mehr, nicht weniger.
ChaoticIdealism
Autistic Pride Day 2008: “Respekt statt Mitleid”
14. 06. 2008 | Autismus-Kultur
Am 18. Juni feiern wir wieder den Autistic Pride Day. Autistic Pride ist eine weltweite emanzipatorische Bewegung von Autist_innen und Nicht-Autist_innen, die sich dagegen wehren, dass Autismus als Krankheit gesehen wird. Das Motto des diesjährigen Autistic Pride Days lautet Respekt statt Mitleid
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Heilen, wo nichts zu heilen ist
04. 05. 2008 | Rebecca Maskos
Amanda Baggs steht mit dem Rücken zur Kamera, schaukelt ihren Oberkörper vor und zurück. Ihre Hände bewegen sich, als würden sie Wellen schlagen auf einer imaginären Wasseroberfläche. Man sieht eine Computertastatur, über die sie wieder und wieder mit der Handfläche streicht. Sie lässt ein Stück Papier vor der Kameralinse knistern, dreht einen Knauf einer Kommodenschublade, zieht einen Metalldraht über eine Türklinke, streicht mit ihrem Gesicht über ein geöffnetes Buch. Alles wird begleitet von ihrem monotonen, fast meditativen Summen. In My Language
heißt das Video von Amanda Baggs auf der Internetplattform YouTube. Es zeigt eine Frau, die auf den ersten Blick schwer geistig behindert erscheint. Baggs ist Autistin. Seit 15 Monaten steht ihr Film auf YouTube, über eine halbe Million Mal ist er seitdem angeklickt worden.
Kultur und Ignoranz
24. 10. 2006 | Dr. Dinah Murray
Abstrakt: Autismus wird durch eine Reihe von Diagnosekriterien definiert, die Dysfunktionen in einer kulturell voreingenommenen Weise identifizieren, die Erwartungen und Urteile schädlich verfälschen. Es wird argumentiert, dass dies tendenziell eine nachteilige Wirkung auf die Bildung und die Lebensqualität autistischer Individuen hat, indem es unangemessene negative Erwartungen bezüglich ihrer Fähigkeiten verursacht. Es ist konstruktiver, Autismus nicht als eine Krankheit, sondern als Aspekt essentieller menschlicher Vielfalt zu sehen. Besondere Aufmerksamkeit ist den Themen um Empathie gewidmet. Belege vieler positiver Charakteristika der autistischen Disposition werden diskutiert.
Die Entdeckung von Aspie
07. 10. 2006 | Carol Gray, B.S. und Prof. Tony Attwood
Einige der größten Entdeckungen dieses Jahrhunderts waren kreative und zielstrebige Anstrengungen, um “Was wäre, wenn…?”-Fragen zu beantworten. Was wäre, wenn Menschen fliegen könnten? Was wäre, wenn elektrische Energie nutzbar gemacht werden könnte, um Licht zu erzeugen? Was wäre, wenn es ein einfach zu erreichendes, internationales Kommunikations- und Informationsnetzwerk gäbe? Die Antworten resultierten in bleibenden Veränderungen: Flugreisen, Glühbirnen, das Internet. Diese Entdeckungen haben ihre weniger effektiven Pendants vom Gebrauch fast völlig verdrängt: Verschwunden sind Postkutschen, Gaslaternen und vielbändige, gebundene Enzyklopädien. Diese Verbesserungen erinnern uns daran, dass wir die Möglichkeit und Fähigkeit haben zu experimentieren, umzugestalten, umzudenken und uns etwas vorzustellen. In diesem Geist verweist dieser Artikel auf eine neue Frage: Was wäre, wenn das Asperger-Syndrom anhand seiner Stärken definiert wäre? Was würde sich ändern?
Autistic Pride Day
19. 03. 2006 | Colin Müller, M.A.
Was wird eigentlich jährlich am 18. Juni, dem Autistic Pride Day, gefeiert? Was ist überhaupt “Autistic Pride und woher kommt das Wort “pride”?
“It’s my world that I want to have a little pride in…”1
Dieses Lied wurde zu einer der Hymnen der Schwulen- und Lesbenbewegung. “Gay Pride” oder “Queer Pride” – das war nicht immer selbstverständlich und ist es auch heute noch nicht immer. Es ist noch nicht allzu lange her, dass Homosexualität von der Weltgesundheitsorganisation als Krankheit klassifiziert wurde. Damals versuchten MedizinerInnen, Schwule durch Hormontherapien zu “heilen”. Erst die Lesben- und Schwulenbewegung vermochte dieses Denken zu ändern. Heute sucht die Medizin nach einem Weg, Autismus zu “heilen”. Vielleicht ist die Autismus-Bewegung heute so weit wie die Schwulen- und Lesbenbewegung in den 60er Jahren (demnach liegt eine aufregende Zeit vor der autistischen Community). (more…)