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Autismus-Kultur ist ein Netzwerk von Personen, die sich wissenschaftlich und politisch mit Autismus (einschließlich Asperger-Syndrom) befassen. Wir bieten fundierte Informationen über Autismus und arbeiten für eine bessere Welt für Menschen im Autismus-Spektrum – selbstbestimmt und barrierefrei. Mehr…

Eltern

“Ich bin Autist und das ist gut so”

31. 07. 2011 | Mama

Frühstück - Abstraktion“Ich bin Autist und das ist gut so” sagte meine Tochter irgendwann aus heiterem Himmel Sonntag früh beim Frühstück. Eine Aussage, die mich tief in meinem Herzen noch heute berührt. Ein langer Weg für uns bis zu diesem Tag. (more…)

Liebe Eltern autistischer Kinder!

23. 05. 2011 | Sevgi Günes

SchaukelWir sind nicht Eure Feinde.

Wenn Ihr Eltern seid und wollt, dass Euer Kind ein besseres Leben hat, dann sind wir nicht Eure Feinde. Wir wollen, dass jede einzelne autistische Person ein gutes und glückliches Leben hat. Wir wollen, dass autistische Menschen die Möglichkeit haben, alles zu lernen, was sie lernen wollen. Wir wollen, dass autistische Menschen in einer Welt leben, in der sie so akzeptiert werden, wie sie sind. Wir wollen, dass autistische Menschen einen Beruf, Arbeitsplatz, Freund_innen und Familie haben können, wenn sie das wollen. Wir wollen, dass autistische Menschen Unterstützung bekommen, wenn sie welche brauchen und wollen. Wir wollen, dass autistische Menschen barrierefreien Zugang zum Gesundheitssystem haben. Wir wollen, dass autistische Menschen frei von Diskriminierung oder Belästigung leben können. Wir wollen, dass jede autistische Person ihr Leben selbst gestalten und eigene Entscheidungen treffen kann. Wir wollen das bestmögliche Leben für jede einzelne Person im Autismus-Spektrum.

Aber eins wollen wir nicht: Wir wollen kein nicht-autistisches Leben für autistische Menschen. (more…)

Reziprokes Verhalten

12. 02. 2008 | Prof. Morton Ann Gernsbacher

Dass Autismus sich durch fehlende soziale oder emotionale Reziprozität auszeichne, ist eine geläufige Annahme. In diesem Artikel hinterfrage ich diese Annahme und zeige, wie viele Fachkräfte – Forscher_innen und Kliniker_innen – und gleichermaßen viele Eltern die wahre Bedeutung von Reziprozität verfehlen. Reziprozität ist eine Beziehung der gegenseitigen Abhängigkeit oder Handlung oder Beeinflussung oder ein Tausch-Modus, bei dem Transaktionen zwischen symmetrisch stehenden Individuen stattfinden. Die Annahmen der Kliniker_innen und Forscher_innen deuten darauf hin, dass ihnen die gegenseitige und symmetrische Eigenschaft der Reziprozität entgangen ist: Reziprozität ist keine Einbahnstraße. Ich diskutiere Forschungsergebnisse, um aufzuzeigen, dass autistische Kinder zugänglicher werden, wenn Fachkräfte, Gleichaltrige und Eltern beigebracht bekommen, reziprok zu agieren. In einer randomisierten klinischen Studie erhielten Eltern ein „Training der Reziprozität“, und die Folge war, dass sich die Sprache ihrer autistischen Kinder rasch entwickelte und ihr soziales Engagement merklich zunahm. Es folgen weitere Belege, wie Eltern und Fachkräfte ihr reziprokes Verhalten verbessern können.

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Heilt ABA Autismus?

01. 02. 2008 | Prof. Morton Ann Gernsbacher

Gibt es eine frühe Verhaltensmodifikationstherapie für Autismus, die wissenschaftlich nachgewiesen ist?

Im Zusammenhang mit dem Autismus-Spektrum begegnet uns das Attribut wissenschaftlich nachgewiesen mit besonderer Häufigkeit in Bezug auf die Ergebnisse der frühen Verhaltensmodifikationstherapie, insbesondere einer bestimmten Art der frühen Verhaltensmodifikationstherapie. In diesem kurzen Artikel werden diese Behauptungen evaluiert. Bedenken hinsichtlich der Methoden der ursprünglichen Lovaas-Studie (1987), die andere Forscher_innen aufkommen ließen, werden kurz zusammengefasst. Insbesondere wurden wiederholt Bedenken geäußert, weil eine randomisierte Zuteilung der Teilnehmenden zur Experimental- bzw. zur Kontrollgruppe nicht stattfand. Es wird eine neuere Studie (Smith, Groen & Wynn 2000) besprochen, bei der die notwendige zufällige Zuweisung der Teilnehmenden zur Experimental- bzw. zur Kontrollgruppe gemacht und mehrere Messungen der Ergebnisse ausgewertet wurden. Die Ergebnisse der genannten Studie mit randomisierter Zuteilung stellen sich weniger umwerfend dar als die Ergebnisse der ursprünglichen Lovaas-Studie (1987).

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Der Druck auf Eltern

30. 01. 2007 | Mike Stanton

Obwohl ich unnachsichtig ins Gericht gehe mit den Lieferant_innen falscher
Hoffnungen, die von den Ängsten der Eltern autistischer Kinder leben,
ist es wichtig, daran zu erinnern, dass diese Ängste real sind. Sie
mögen nicht gerechtfertigt sein. Sie mögen von den Medien und
skrupellosen Forscher_innen und Mediziner_innen angetrieben werden.
Aber nichtsdestotrotz sind sie real und Eltern brauchen Hilfe, um damit
umzugehen.

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Willkommen in Holland

10. 07. 2006 | Emily Perl Kingsley

Oft werde ich gebeten, meine Erfahrungen zu beschreiben, wie es ist, ein behindertes Kind aufzuziehen. Damit Menschen, die nicht diese einzigartige Erfahrung gemacht haben, es verstehen und sich vorstellen können, wie sich das anfühlen würde. Das ist etwa so…

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Trauert nicht um uns

07. 07. 2006 | Jim Sinclair, B.A.

Eltern berichten oft, dass es das traumatischste Erlebnis war, das ihnen je widerfahren ist, als sie erfuhren, dass ihr Kind autistisch ist. Nicht-autistische Menschen sehen Autismus als eine große Tragödie, und Eltern erleben während aller Lebensphasen des Kindes und der Familien ständige Enttäuschungen und Traurigkeit.

Aber diese Traurigkeit stammt nicht vom Autismus des Kindes an sich. Es ist eine Trauer über den Verlust des normalen Kindes, auf das die Eltern gehofft und das sie erwartet hatten.

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