Diese Kolumne wurde ursprünglich auf der Mailingliste ANI-L gepostet, nachdem ich woanders einen Beitrag gelesen hatte, in dem sich jemand darüber beschwerte, dass die National Institutes of Health (NIH) mehr finanzielle Mittel für die Forschung über Mukoviszidose bereitstellen als für Autismus, obwohl Autismus und Mukoviszidose mit ungefähr derselben Häufigkeit in der Bevölkerung auftreten. Der Beitrag verglich weiter die Häufigkeit des Auftretens und die Höhe der vom NIH bereitgestellten Mittel für Kinderkrebs, Chorea-Huntington und Muskelschwund. Er forderte die Leute auf, ihre Senator_innen und Abgeordneten zu kontaktieren und von ihnen eine Erklärungen zu verlangen, warum die Mukoviszidose-Forschung vier mal so viele Mittel bekommt wie die Autismus-Forschung.
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Politik
Gelder für medizinische Forschung?
04. 02. 2011 | Jim Sinclair, B.A.
FAQ Bedingungsloses Grundeinkommen
29. 01. 2009 | Anita Ertler
Das bedingungslose Grundeinkommen ist eine Idee, die derzeit immer wieder diskutiert wird. Tatsächlich hätte das Modell, zumindest verglichen mit dem jetzigen, einige Vorteile. Die Idee des Grundeinkommens geht davon aus, dass jeder Mensch das Recht auf Menschenwürde und Teilhabe an der Gesellschaft hat, ungeachtet seiner ökonomischen Verwertbarkeit. Für diejenigen, die das bedingungslose Grundeinkommen nicht kennen, wurde dieses FAQ geschrieben. (more…)
Mehr zur Epidemiologie von Autism Speaks
11. 11. 2008 | Michelle Dawson
Seit ich das letzte Mal über die Epidemiologie von Autism Speaks schrieb, gab es auf der Website von Autism Speaks zwei Änderungen. Siehe hier und hier und vergleiche mit dem Originaltext hier. Es gab keine weiteren Änderungen, und Autism Speaks hat seine Epidemiologie in Pressemitteilungen und in den Medien dargelegt. Die Epidemiologie von Autism Speaks lässt sich daher wie folgt zusammenfassen: (more…)
Äußerst bedenkliche Inhalte auf der Website von Autismus Oberbayern e.V.
20. 09. 2008 | Colin Müller, M.A.
Vor kurzem habe ich zwei sehr unterschiedliche Texte zu ungefähr demselben Thema gefunden: Amanda Baggs schreibt in dem Artikel Internet Eugenicsüber Trolle im Internet – über Trolle, die eine einzelne Person angreifen sowie über solche, die durch bestimmte Strategien Diskussionen zur Selbstvertretung zu verhindern oder zerstören versuchen.
Der Autismus-Regionalverband Oberbayern warnte unter dem Titel Äußerst bedenkliche Inhalte in manchen Asperger-Foren im Internet!
in ihrem Rundbrief 7/08 (PDF) (gefunden via Christian Köhler). Es lohnt sich, diese beiden Texte näher anzusehen und einander gegenüberzustellen. (more…)
Das IACC fragt nach deiner Meinung: wohin mit Autismus-Geldern?
17. 09. 2008 | Simon Wiedemeyer
Das IACC (Interagency Autism Coordinating Committee) verfügt über Gelder, die in den USA für Autismus ausgegeben werden sollen. Oder gegen Autismus, was wahrscheinlicher ist. (more…)
Fehlverhalten der Verhaltensanalytiker_innen
11. 09. 2008 | Michelle Dawson
Ethische Anfechtung der Autismus-ABA-Industrie
Die Veröffentlichung der Studie von O. Ivar Lovaas von 1987 war ein Wendepunkt: seit dem wird Applied Behaviour Analysis als Autismus-Behandlung mit Aufmerksamkeit von wissenschaftlicher und juristischer Seite überschwemmt. Befürworter_innen wie Gegner_innen von Dr. Lovaas, ob von Prinzipien oder von Opportunismus geleitet, waren stets laut, zahlreich, erfolgreich und mit Referenzen gut ausgestattet. Doch wenn es zur ethischen Prüfung kommt, wenn es darum geht, Autist_innen rudimentäre ethische Berücksichtigung zuzubilligen, haben alle Seiten und Fraktionen – sowohl für wie auch gegen ABA – jedes Mal durch und durch versagt. (more…)
Auswirkungen einer gestörten Welt
07. 04. 2008 | Dr. Dinah Murray
Autismus ist eine Disposition, die erst im 20. Jahrhundert als Störung definiert wurde. Zwei von den drei Hauptkriterien für eine Autismus-Diagnose drehen sich um soziale Beziehungen – die andere Seite der Gleichung ist dabei die Gesellschaft. Und deshalb untersucht dieses Kapitel, anstatt sich auf die Vorstellung von Autismus als einer den Individuen inhärenten Störung zu konzentrieren, die mögliche Auswirkung der Gesellschaft und gesellschaftlicher Veränderungen auf autistisches Vermögen, im Einundzwanzigsten Jahrhundert gut zurechtzukommen und zum Gemeinwohl beizutragen. (more…)
Begriff “geistig behindert” abschaffen
16. 12. 2007 | Fabian Dehmel
Weg mit dem Begriff “geistige Behinderung” – so lautet der Aufruf der Organisation “Mensch zuerst – Netzwerk People First Deutschland e.V.“.
Immer mehr Menschen finden den Begriff “geistig behindert” abwertend und diskriminierend, immer mehr Menschen lehnen diesen Begriff ab. Mensch zuerst hat eine Initiative gestartet mit dem Ziel, diesen Begriff abzuschaffen. Stattdessen wird der Begriff “Menschen mit Lernschwierigkeiten” bevorzugt.
Mensch zuerst bittet um Unterstützung dieser Initiative und sammelt Unterschriften.
Vorschlag für Regeln für Nicht-Autist_innen, die über Autist_innen oder Autismus schreiben
19. 11. 2007 | Fabian Dehmel
Dieser Text basiert auf „Suggested Rules for Non-Transsexuals Writing about Transsexuals, Transsexuality, Transsexualism, or Trans ____.“ geschrieben von Jacob Hale, die uns so gut gefallen haben, dass wir sie umgeschrieben haben.
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Heime abschaffen!
28. 09. 2007 | Colin Müller, M.A.
Die Assistenz, die Leute bekommen, nimmt viele Formen an. Alle Leute bekommen eine Menge Unterstützung in ihrem täglichen Leben. Einige dieser Leute sind sich völlig darüber im Klaren, dass Menschen eine voneinander abhängige Spezies sind und dass sie selbst Begünstigte davon sind, und andere klammern sich an die Illusion, dass sie unabhängig wären. Einige Leute bekommen eine Art und Menge an Assistenz, die in ihrer Kultur ungewöhnlich ist. Wenn sie reich sind oder einer königlichen Familie angehören, mag das den Erwartungen entsprechen. Wenn sie genau dieselbe Art von Assistenz erhalten, weil sie behindert sind, wird es vielleicht als besonders und belastend gesehen.
–Ballastexistenz (more…)
Delfintherapie?
29. 06. 2007 | Colin Müller, M.A.
Eine Stellungnahme gegen die Delfintherapie anlässlich des Fachgesprächs der Grünen Delfintherapie in Deutschland
am 28.06.2007 im Deutschen Bundestag. Den Text haben wir an die Teilnehmer_innen des Fachgesprächs verteilt. Wir bedanken uns für die Einladung.
Kein Mensch sein.
20. 05. 2007 | Prof. Morton Ann Gernsbacher
Ungefähr zu der Zeit als ich Präsidentin der Association for Psychological Science geworden bin, fing Wray Herbert, Direktor der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der APS, an, in seinem mittlerweile syndizierten Blog „Wir sind nur Menschen“ zu publizieren. Ich will nicht so tun, als sei mir das Innere seiner Gedankengänge vertraut, doch ich schätze, dass Wray diesen Namen für sein Blog wählte, um unseren verschiedensten Kuriositäten, Exzentrizitäten und Neigungen viel Raum zu bieten. Wir können dies tun, wir können auch jenes tun, weil, na ja, wir sind doch schließlich Menschen. (more…)