Glücklich leben im Autismus‑Spektrum

Wenn du ein auditiver Lerntyp bist, arbeitest du gern mit Geräuschen und Musik. Du hast ein gutes Gefühl für Rhythmus und Tonlage. Üblicherweise kannst du singen, ein Instrument spielen oder die Geräusche unterschiedlicher Instrumente erkennen. […]

Wenn du ein auditiver Lerntyp bist, arbeitest du gern mit Geräuschen und Musik. Du hast ein gutes Gefühl für Rhythmus und Tonlage. Üblicherweise kannst du singen, ein Instrument spielen oder die Geräusche unterschiedlicher Instrumente erkennen. Bestimmte Musik weckt starke Emotionen in dir. Du bemerkst die Soundtracks in Filmen oder Fernsehsendungen. Oft erwischt du dich dabei, wie du einen Song oder eine Melodie summst oder klopfst, oder dir geht ohne Anlass eine Melodie durch den Kopf.

Lerntechniken für auditive Lerntypen

  • Wenn du ein auditiver Lerntyp bist, verwende Geräusche, Reime und Musik beim Lernen.
  • Wenn möglich, verwende themenbezogene Tonaufnahmen als Hintergrund und Hilfe bei Visualisierungen.
  • Finde heraus, ob es Geräusche an Deinem Lernort gibt, die dich stören: das Surren einer Lampe, der Fernseher im Nachbarzimmer oder ähnliches. Wenn ja, sorge für Ruhe beim Lernen.
  • Manche auditiven Lerntypen stört Hintergrundmusik, andere können damit besser lernen. Finde heraus, wie es dir damit geht.
  • Nutze Reime und Rhythmus, um dir Lerninhalte einzuprägen, oder verwandle sie in eine Melodie oder ein kleines Lied.
  • Wenn eine bestimmte Musik oder ein Song bei dir das starke Gefühl auslöst, dass du dich jeder Herausforderung stellen willst, spiele die Musik einige Male und konzentriere dich dabei intensiv auf dieses Gefühl. Danach kannst du das Gefühl in dir hervorrufen, ohne die Musik tatsächlich zu hören, wenn du den “Boost” brauchst.

Jugendliche machen Musik

Fotos: Steve Depolo (oben), Eaglebrook School (unten links) und Fun_GI (unten rechts).

Zuletzt bearbeitet am 06.03.2019.

ich mit Kind
Linus Müller

Linus befasst sich seit 2002 mit Autismus. Er verfasste seine Magisterarbeit zu diesem Thema, arbeitete mehrere Jahre für Autismus-Organisationen und gründete 2007 Autismus-Kultur, mit dem Ziel, aktuelle Forschungsergebnisse und autistische Erfahrungen zusammenzubringen und in verständliche Praxis-Ratgeber zu übersetzen. Linus ist selbst autistisch und Vater.

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Warum Autismus-Kultur?

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