Glücklich leben im Autismus‑Spektrum

Sie/er macht lieber Sachen gemeinsam mit anderen als allein.

Sie/er macht Dinge am liebsten immer auf die gleiche Art und Weise.

Wenn sie/er sich etwas vorzustellen versucht, fällt es ihr/ihm leicht, sich ein gedankliches Bild davon zu machen.

Sie/er ist häufig so sehr in eine Sache vertieft, dass sie/er alles andere um sich herum vergisst.

Sie/er bemerkt oft leise Geräusche, die anderen nicht auffallen.

Sie/er bemerkt oft Hausnummern oder ähnliche Zeichenfolgen.

Sie/er hat Schwierigkeiten, die Regeln für höfliches Benehmen zu verstehen.

Wenn sie/er eine Geschichte liest, kann sie/er sich leicht vorstellen, wie die einzelnen Personen aussehen.

Sie/er ist fasziniert von Datumsangaben.

Sie/er kann in einer Gruppe den Gesprächen mehrerer Personen ohne Mühe folgen.

Sie/er findet sich in geselligen Situationen gut zurecht.

Sie/er bemerkt öfters Details, die andere Menschen nicht bemerken.

Sie/er würde lieber in die Bücherei als zu einer Geburtstagsfeier gehen.

Ihr/ihm fällt es leicht, Geschichten zu erfinden.

Sie/er fühlt sich eher von Menschen als von Gegenständen angezogen.

Sie/er hat ausgeprägte Interessen und ist verärgert oder traurig, wenn sie/er ihnen nicht nachgehen kann.

Sie/er genießt Smalltalk und belangloses Geplauder.

Wenn sie/er redet, ist es für andere nicht immer einfach, zu Wort zu kommen.

Sie/er ist fasziniert von Zahlen.

Wenn man ihr/ihm eine Geschichte vorliest, fällt es ihr/ihm schwer, die Absichten oder Gefühle der Figuren zu erkennen.

Sie/er hat keinen besonderen Spaß an erfundenen Geschichten (Märchen, Romane u.ä.).

Es fällt ihr/ihm schwer, neue Freundschaften zu schließen.

Sie/er bemerkt ständig Muster in Dingen.

Sie/er würde lieber ins Kino als ins Museum gehen.

Sie/er regt sich nicht auf, wenn ihr/sein gewohnter Tagesablauf gestört wird.

Oft weiß er/sie nicht, wie sie/er ein Gespräch mit anderen Kindern in Gang halten kann.

Es fällt ihr/ihm leicht, „zwischen den Zeilen zu lesen“, wenn jemand mit ihm/ihr spricht.

Sie/er konzentriert sich normalerweise eher auf das Gesamtbild als auf die Details.

Sie/er kann sich Telefonnummern schlecht merken.

Kleine Veränderungen an einer Situation oder am Aussehen einer Person fallen ihr/ihm in der Regel nicht auf.

Sie/er bemerkt, wenn sich jemand in einem Gespräch mit ihr/ihm zu langweilen beginnt.

Es bereitet ihr/ihm keine Schwierigkeiten, zwischen verschiedenen Aktivitäten hin und her zu wechseln.

Beim Telefonieren ist sie/er unsicher, wann sie/er wieder mit dem Sprechen an der Reihe ist.

Sie/er unternimmt Dinge gern spontan.

Sie/er versteht einen Witz oft als Letzte/r.

Sie/er erkennt schnell, was jemand denkt oder fühlt, indem sie/er einfach in sein Gesicht sieht.

Nach einer Unterbrechung fällt es ihr/ihm leicht, gleich mit ihrer/seiner vorherigen Tätigkeit weiterzumachen.

Smalltalk fällt ihr/ihm leicht.

Andere Leute sagen ihr/ihm oft, dass er/sie ständig über dieselben Dinge spricht.

Im Alter von 3 bis 4 Jahren hat es sie/er gern Rollenspiele mit anderen Kindern gespielt.

Sie/er sammelt gern Informationen zu Kategorien einer Sache (z.B. über Auto- und Zugtypen oder Vogel- und Pflanzenarten).

Es fällt ihr/ihm schwer, sich vorzustellen, wie es wäre, jemand anderes zu sein.

Sie/er plant Sachen, die sie/er unternehmen will, immer sehr gründlich.

Gesellige Anlässe machen ihr/ihm Spaß.

Es fällt ihr/ihm schwer, die Absichten anderer Menschen einzuschätzen.

Unbekannte Situationen machen ihr/ihm Angst.

Sie/er lernt gern neue Leute kennen.

Es fällt ihr/ihm leicht, darauf zu achten, die Gefühle anderer Leute nicht zu verletzen.

Sie/er kann sich die Geburtsdaten anderer Leute nur schwer merken.

Es fällt ihr/ihm leicht, mit anderen Kindern Rollen- und Phantasiespiele zu spielen.


Zuletzt bearbeitet am 27.12.2018.

ich mit Kind
Linus Müller

Linus befasst sich seit 2002 mit Autismus. Er verfasste seine Magisterarbeit zu diesem Thema, arbeitete mehrere Jahre für Autismus-Organisationen und gründete 2007 Autismus-Kultur, mit dem Ziel, aktuelle Forschungsergebnisse und autistische Erfahrungen zusammenzubringen und in verständliche Praxis-Ratgeber zu übersetzen. Linus ist selbst autistisch und Vater.

Bitte hilf mit, das Thema bekannter zu machen und erzähle deinen Freund*innen davon:

Warum Autismus-Kultur?

Autismus-Kultur bringt aktuelle Forschungsergebnisse und autistische Erfahrungen zusammen und übersetzt sie in verständliche Praxis-Ratgeber: Lösungen, Tipps und Praxiswissen für ein glückliches Leben im Autismus-Spektrum. » mehr