Für ein glückliches Leben im Autismus-Spektrum

Autismus-Quotient-Test für Jugendliche

Autism Research Center

Der Autismus-Spektrum-Quotient-Test (AQ-Test) in der Variante für Jugendliche von 12-15 Jahren. Für Kinder von 4-11 Jahren sowie für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren gibt es andere Versionen des Tests.

Dieser Test wird üblicherweise von einem Elternteil oder einer vergleichbaren Bezugsperson ausgefüllt. Er ist komplett anonym.

Der Test dient lediglich zum “Screening”, nicht zur Diagnose. Das heißt, das Ergebnis sagt nicht, ob eine Diagnose aus dem Autismus-Spektrum zutrifft oder nicht, sondern nur, ob sie wahrscheinlich ist.

Der AQ-Test unterscheidet nicht zwischen verschiedenen Formen von Autismus (z.B. Asperger-Syndrom, HFA, frühkindlicher Autismus, atypischer Autismus).

Und noch eine Anmerkung: Während der Fragebogen zwar fast identisch zu den Versionen des AQ-Tests für Kinder und für Erwachsene aussieht, ist er nicht gleich: Die Auswertung ist anders. Für Jugendliche ab 12 Jahren sollte man also diesen Test verwenden; Jugendliche ab 16 Jahren können den AQ-Test für Erwachsene selbst ausfüllen.

Entwickelt und wissenschaftlich validiert wurde der Test von Simon Baron-Cohen und seinen Kolleg_innen am Autism Research Center in Cambridge.

Lies jede der folgenden Aussagen sorgfältig und entscheide, welche Aussage am besten auf Dein Kind zutrifft.

1.Sie/er macht lieber Sachen gemeinsam mit anderen als allein.
2.Sie/er macht Dinge am liebsten immer auf die gleiche Art und Weise.
3.Wenn sie/er sich etwas vorzustellen versucht, fällt es ihr/ihm leicht, sich ein gedankliches Bild davon zu machen.
4.Sie/er ist häufig so sehr in eine Sache vertieft, dass sie/er alles andere um sich herum vergisst.
5.Sie/er bemerkt oft leise Geräusche, die anderen nicht auffallen.
6.Sie/er bemerkt oft Autonummern oder ähnliche Zeichenfolgen.
7.Andere Menschen sagen ihr/ihm oft, dass das, was sie/er gesagt hat, unhöflich war, obwohl sie/er denkt, es sei höflich gewesen.
8.Wenn sie/er eine Geschichte liest, kann sie/er sich leicht vorstellen, wie die einzelnen Personen aussehen.
9.Sie/er ist fasziniert von Datumsangaben.
10.Sie/er kann in einer Gruppe den Gesprächen mehrerer Personen ohne Mühe folgen.
11.Sie/er findet sich in geselligen Situationen gut zurecht.
12.Sie/er bemerkt öfters Details, die andere Menschen nicht bemerken.
13.Sie/er würde lieber in eine Bibliothek als auf eine Party gehen.
14.Ihr/ihm fällt es leicht, Geschichten zu erfinden.
15.Sie/er fühlt sich eher von Menschen als von Gegenständen angezogen.
16.Sie/er hat ausgeprägte Interesssen und ist verärgert oder traurig, wenn sie/er ihnen nicht nachgehen kann.
17.Sie/er genießt Smalltalk und belangloses Geplauder.
18.Wenn sie/er redet, ist es für andere nicht immer einfach, zu Wort zu kommen.
19.Sie/er ist fasziniert von Zahlen.
20.Wenn sie/er eine Geschichte liest, fällt es ihr/ihm schwer, die Absichten oder Gefühle der Figuren zu erkennen.
21.Sie/er liest nicht gern Romane oder andere erfundene Geschichten.
22.Es fällt ihr/ihm schwer, neue Freundschaften zu schließen.
23.Sie/er bemerkt ständig Muster in Dingen.
24.Sie/er würde lieber ins Theater als ins Museum gehen.
25.Sie/er regt sich nicht auf, wenn ihr/sein gewohnter Tagesablauf gestört wird.
26.Oft weiß er/sie nicht, wie sie/er ein Gespräch mit anderen Kindern in Gang halten kann.
27.Es fällt ihr/ihm leicht, „zwischen den Zeilen zu lesen“, wenn jemand mit ihm/ihr spricht.
28.Sie/er konzentriert sich normalerweise eher auf das Gesamtbild als auf die Details.
29.Sie/er kann sich Telefonnummern schlecht merken.
30.Kleine Veränderungen an einer Situation oder am Aussehen einer Person fallen ihr/ihm in der Regel nicht auf.
31.Sie/er bemerkt, wenn sich jemand in einem Gespräch mit ihr/ihm zu langweilen beginnt.
32.Ihr/ihm fällt es leicht, mehrere Sachen gleichzeitig zu machen.
33.Beim Telefonieren ist sie/er unsicher, wann sie/er wieder mit dem Sprechen an der Reihe ist.
34.Sie/er unternimmt Dinge gern spontan.
35.Sie/er versteht einen Witz oft als Letzte/r.
36.Sie/er erkennt schnell, was jemand denkt oder fühlt, indem sie/er einfach in sein Gesicht sieht.
37.Nach einer Unterbrechung fällt es ihr/ihm leicht, gleich mit ihrer/seiner vorherigen Tätigkeit weiterzumachen.
38.Smalltalk fällt ihr/ihm leicht.
39.Andere Leute sagen ihr/ihm oft, dass er/sie ständig über dieselben Dinge spricht.
40.Als sie/er klein war, hat sie/er gern Rollenspiele mit anderen Kindern gespielt.
41.Sie/er sammelt gern Informationen zu Kategorien einer Sache (z.B. über Auto- und Zugtypen oder Vogel- und Pflanzenarten).
42.Es fällt ihr/ihm schwer, sich vorzustellen, wie es wäre, jemand anderes zu sein.
43.Sie/er plant Sachen, die sie/er unternehmen will, immer sehr gründlich.
44.Gesellige Anlässe machen ihr/ihm Spaß.
45.Es fällt ihr/ihm schwer, die Absichten anderer Menschen einzuschätzen.
46.Unbekannte Situationen machen ihr/ihm Angst.
47.Sie/er lernt gern neue Leute kennen.
48.Sie/er ist sehr diplomatisch.
49.Sie/er kann sich die Geburtsdaten anderer Leute nur schwer merken.
50.Es fällt ihr/ihm leicht, mit anderen Kindern Rollen- und Phantasiespiele zu spielen.

Buch: Geniale Störung. Die geheime Geschichte des Autismus und warum wir Menschen brauchen, die anders denken. Steve Silberman
Buch: Ein Leben mit dem Asperger-Syndrom. Von Kindheit bis Erwachsensein - alles was weiterhilft. Tony Attwood
Buch: Von der Dose bis zur Arbeitsmappe. Ideen und Anregungen für strukturierte Beschäftigungen in Anlehnung an den TEACCH-Ansatz. Heike Salzbacher
Buch: Buntschatten und Fledermäuse. Mein Leben in einer anderen Welt. Axel Brauns
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Autismus-Kultur hilft Menschen im Autismus-Spektrum und ihren Familien, glücklicher zu leben: Lösungen, Tipps und Praxiswissen für die Herausforderungen des Alltags, von autistischen Menschen erprobt.
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