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Mord und Selbstmord in Wiener Autisten-Selbsthilfegruppe

Geschrieben von Autismus-Kultur   
Samstag, 21 März 2009

Am Freitagabend gegen 22.00 Uhr erschoss ein Mann bei einem Treffen einer Autisten-Selbsthilfegruppe zuerst eine Frau und dann sich selbst.

Die Selbsthilfegruppe trifft sich jeden Freitag im Therapie- und Kompetenzzentrum des Dachverbandes der Österreichischen Autistenhilfe in der Eßlinggasse. Gestern trafen sich dort fünf Personen, einer hatte eine Schusswaffe dabei. Er eröffnete das Feuer und erschoss eine Frau. Nach anfänglichen Berichten sollte die Ermordete seine Ehefrau gewesen sein. Die Identität der Personen ist jedoch bisher ungeklärt. Die anderen drei Anwesenden konnten sich in Sicherheit bringen. Sie wurden noch in der Nacht von der Polizei verhört und stehen unter Schock.

Anfangs rechnete die Polizei damit, dass der Täter sich in dem Haus verschanzt haben könnte. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass er Selbstmord begangen hatte. Die Hintergründe der Tat sind unklar.

Wir hoffen, dass diese Tragödie nicht missbraucht wird, um einen Zusammenhang zwischen Autismus und Gewalt herzustellen.

In Selbsthilfegruppen herrschen oft bedenkliche Zustände, die kaum thematisiert werden, weil allgemein angenommen wird, dass sie per Definition positive Auswirkungen haben. Es ist geradezu ein Tabu, Strukturen und Dynamiken in Selbsthilfegruppen zu kritisieren.

Quellen und weitere Artikel:

 

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